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Nachtrag vom 5.7. 2008: Inzwischen hat freundlicherweise Herr Dr. Wolfgang Dobras, Chef des Stadtarchivs Mainz, in der “Mainzer Zeitschrift. Mittelrheinisches Jahrbuch für Archäologie, Kunst und Geschichte“ Jg. 103 (2008) 3-14, meinen Aufsatz “Die Mainzer Bilihild-Urkunde vom 22. April 734“ (mit kritischer Edition der Urkunde 12-14) gedruckt, der im zweiten Teil auch einiges “Zum Leben der Heiligen“ (5-7) aus dem ursprünglich als Beitrag für Band 19 der Reihe "Fränkische Lebensbilder" geplanten Aufsatz enthält.

Der konnte aber vom Redaktionskollegium (die Namen verschweige ich) "aus grundsätzlichen Erwägungen" nicht angenommen werden, weil er auf Grund "der notwendigerweise schwierigen Quellenlage" "wissenschaftliche Kärrnerarbeit für ein ausgesprochenes Fachpublikum" leistet, die "Lebensbilder" sich jedoch ausdrücklich an den historisch interessierten Laien wenden, "der kaum in der Lage sein dürfte, zwischen 'sicheren' und 'spekulativen' Aussagen zu unterscheiden." - Tja, das ist natürlich schlimm für den armen, armen historisch interessierten Laien! Vor allem dann, wenn er meinen Aufsatz über "Die Hedene, die hl. Bilhildis und die Erstnennung von Bamberg" (Würzburger Diözesangeschichtsblätter 61) 1999, 13-50 nicht gelesen hat (in dem ich allerdings noch von der [irrigen] Annahme ausging, der Geburts- und ursprüngliche Wohnort der Heiligen "Hocheim" beziehe sich auf Veits- bzw. Margetshöchheim am Main statt richtig Hochheim bei Mainz). Ich meinerseits traue historisch interessierten Laien durchaus zu, daß sie die folgenden Ausführungen zu verstehen in der Lage sind. Ob sie sich dann meinen Überlegungen anschließen wollen oder nicht, bleibt ganz allein ihre Sache.

NB: Dieser Aufsatz ist nicht mit Anmerkungen versehen, weil das bei den "Lebensbildern" nicht üblich ist; stattdessen wird am Schluß eine Literaturauswahl geboten. Wem das nicht ausreicht: Der o.g. Aufsatz bietet einen gewissen Ersatz.

 

Die hl. Bilhildis,  * ca. 705,  + 27. November ca. 765

 

Die heilige Bilhildis - so die gewöhnlich verwendete, latinisierte Form des althochdeutschen Frauennamens Bilihild - deren (moderne) Statue zusammen mit zahlreichen weiteren mainfränkischen Heiligen den Chor des Hohen Doms zu Würzburg ziert, erblickte als Tochter eines fränkischen Großen namens Iberin und dessen Frau Mathilde/Mechthild wohl kurz nach dem Beginn des 8. Jahrhunderts das Licht der Welt. Über das Geburtsdatum der Heiligen wissen wir nichts, doch ist dies im Mittelalter bekanntlich die Regel. Wir wissen aber, daß Bilihild die älteste von drei Töchtern des Ehepaars war; ihre jüngeren Schwestern hießen Hildegard und Reginhild und wurden beide später Klosterfrauen; vermutlich in dem von ihrer ältesten Schwester gegründeten Kloster Alt(en)münster zu Mainz. Als ihr Geburtsort wird ein "Hocheim" genannt, das im 18. und 19. Jahrhundert zwar gelegentlich mit Veits- bzw. Margetshöchheim am Main (Lk. Würzburg) gleichgesetzt wurde; doch ist es mit dem rechtsmainisch kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein gelegenen Hochheim am Main (Lk. Wiesbaden) zu identifizieren. Eine Stütze erhält diese Identifizierung u.a. dadurch, daß sich nur 4,5 km nordwestlich von Hochheim ein Hofgut namens Mechtildshausen befindet, das nach Bilihilds Mutter - die ihren Gatten überlebte - benannt sein könnte und in späteren Jahrhunderten als Sitz eines "Mechthildsstuhl" genannten Hochgerichts für den gesamten Gau nachgewiesen ist. Daß das von Bilihild im Laufe des dritten und in den ersten Jahren des vierten Jahrzehnts des 8. Jahrhunderts gestiftete Kloster Alt(en)münster zu Mainz Güter auch in Hochheim am Main besaß, will dagegen nicht so viel besagen; denn bei der geringen Entfernung zwischen Mainz und Hochheim liegt das im wahrsten Sinne des Wortes nahe.

Hochheim am Main lag im Königssondergau und wird erstmals (755) anläßlich des feierlichen Leichenzuges der sterblichen Überreste des hl. Bonifatius von Mainz nach Fulda genannt. Nach Funden im Friedhof am Eselsberg setzte die fränkische Besiedlung in Hochheim am Main - sicher auf Grund der Fruchtbarkeit des Bodens - schon in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts ein. In "Hocheim" besaß Bilihilds Vater eine castralis possessio, d.h. Grundbesitz, der offenbar institutionell mit einer Befestigung verbunden war (bzw. umgekehrt). Die castralis possessio des Iberin, der wohl nicht nur ein sehr vermögender, sondern auch ein politisch wichtiger Mann war - sonst hätte sich der mainfränkische Herzog Hetan II. kaum um eine Ehe mit dessen Tochter bemüht - könnte mit dem dort seit dem hohen Mittelalter bezeugten Fronhof gleichzusetzen sein.

Gegen Hochheim am Main und für eine Identifizierung mit dem rechtsmainischen Veitshöchheim (6 km nw. Würzburg) als Bilihilds Heimatort traten im 18. Jahrhundert sehr energisch der in (Bad) Kissingen geborene Benediktinerpater Ignatius Gropp aus dem Kloster St. Stephan zu Würzburg sowie im Jahr 1881 Johann Baptist Stamminger in seiner "Franconia Sancta" ein. Grundlage für diese Annahme war eine Angabe aus den in Prosa verfaßten Lebensbeschreibungen der Heiligen, wonach diese abends in "Hocheim" ein kleines Schiff bestieg, die Nacht hindurch fuhr und am nächsten Morgen in Mainz ankam. Ob diese Angaben zutreffen oder ob sie nicht schon von der Voraussetzung ausgingen, daß es sich bei "Hocheim" um Veitshöchheim handeln müsse und daher entsprechend formuliert wurden, muß freilich dahingestellt bleiben. Dagegen spricht zum einen, daß in Veitshöchheimer Markung keinerlei merovingerzeitliche Funde gemacht wurden, und sich dort auch keine Spur von einer irgendwie gearteten (frühmittelalterlichen) Befestigung findet. Zudem haben sich nur für linksmainisch gelegene Güter bei Margetshöchheim Anhaltspunkte für Vorbesitz durch Bilihild erhalten. Denn das Mainzer Frauenkloster Altmünster verfügte noch 1158 u.a. über Güter in dem nur fünf Kilometer südwestlich von Margetshöchheim gelegenen Hettstadt, dessen Name mit einiger Wahrscheinlichkeit von einem der beiden mainfränkischen Herzöge namens Hetan, am ehesten von dem ersten Träger dieses Namens aus dem 7. Jahrhundert abgeleitet sein dürfte. Und noch im 13. Jahrhundert gehörten dem Altmünster die beiden Wälder "Rotenberg" [vielleicht abgeleitet von dem Personennamen Hruodo; so hieß der Vater Hetans I.] und "Scheckert" südwestlich und südlich von Margetshöchheim.

Zudem wird in der Vita der Heiligen mitgeteilt, daß Bilihild, während sie in Würzburg weilte, wegen eines Einfalls von "Hunnen" nicht zu ihren Eltern zurückgebracht werden konnte, und das will ebenfalls nicht so recht zu einer Entfernung von kaum fünf Kilometern zwischen Würzburg und Veitshöchheim passen. Wenn Bilihild auch bei Geburt in Hochheim am Main dennoch als im engeren Sinn "mainfränkische" Heilige in Anspruch genommen wird und werden darf, so hängt dies mit zwei sicher bezeugten Aufenthalten in Mainfranken zusammen. Schon ihre Kindheit und früheste Jugend verbrachte Bilihild nämlich in Würzburg, da die ducissa ("Herzogin") Kunigunde, eine cognata, also eine Verwandte der Heiligen, die selbst keine Kinder hatte, die Eltern gebeten hatte, die kleine Bilihild mit sich nach Würzburg nehmen zu dürfen, um sie an ihrem Hof zu erziehen. Über Kunigunde ist sonst nichts bekannt, doch wird man als sicher annehmen dürfen, daß sie eine Generation älter war als die von ihr zur Erziehung übernommene bzw. zeitweise an Kindes Statt angenommene Bilihild. Wie der Ausdruck cognata besagt, war sie wohl keine Tante, sondern eine etwas entferntere Verwandte des Kindes; andererseits muß das Verhältnis zwischen den Familien doch wieder so eng gewesen sein, daß man Kunigunde das älteste Töchterchen für längere Zeit zur Erziehung an deren Hof überließ. Ihre Bezeichnung als Herzogin (ducissa) ist in dieser Form natürlich unhistorisch; vermutlich sollte damit nur Zugehörigkeit zum mainfränkischen Herzogshaus ausgedrückt werden.

Wie auch immer: Die Eltern kamen Kunigundes Bitte nach, und Bilihild brachte in Würzburg eine unbekannte Anzahl von Jahren zu, um nach Abschluß ihrer Erziehung als noch junges Mädchen auf das Gut ihrer Eltern in "Hocheim" zurückzukehren. Von ihrem Leben am elterlichen Hof unmittelbar danach ist nur bekannt, daß sie und ihre beiden frommen Schwestern den Vater dazu drängten, die "unsittlichen" Tänze von Jungfrauen sowie von Witwen, die sich (wieder) vermählen wollten, zu verbieten, wobei eine von Bilihilds Lebensbeschreibungen noch etwas mehr ins kulturhistorische Detail geht; danach handelte es sich nämlich um Nackttänze (!), die - nach erfolgreichem Drängen der Töchter - angeblich auf Bitten Iberins durch königliches Edikt verboten wurden.

Am elterlichen Hof scheint Bilihild nicht sehr lange verweilt zu haben, denn schon kurz nach ihrer Rückkehr trug der mainfränkische Herzog Hetan II. ihrem Vater den Wunsch vor, Bilihild zu heiraten. Iberin soll nur widerwillig und nur für einen späteren Termin zugestimmt haben. Da er die vom Herzog dringlich gewünschte Heirat mit der Begründung hinauszögerte, daß seine Tochter noch zu jung für die Ehe sei, scheint zwischen den präsumptiven Ehegatten ein erheblicher Altersunterschied bestanden zu haben. Dabei war eine Verheiratung von Töchtern unmittelbar nach Eintritt der Geschlechtsreife, also mit etwa 12-13 Jahren, wie u.a. die vertrauenswürdige Vita der hl. Gertrud von Nivelles (+ 659) beweist, im fränkischen Hochadel damals (und auch in späteren Jahrhunderten) nicht ungewöhnlich. Dieses Alter muß Bilihild damals jedenfalls schon erreicht haben, denn sonst hätte der Herzog mit seiner Werbung wohl von sich aus noch zugewartet. Da sie am Hof ihrer Verwandten eine höfische Erziehung genoß, darf man deren Abschluß in einem Alter von 14 - 15 Jahren ansetzen. Hetan II. ging es offensichtlich darum, möglichst schnell wieder ein Kind - man darf annehmen, ein männliches - in die Welt zu setzen. Die Dringlichkeit dieses Wunsches kann nur darauf zurückzuführen sein, daß seine erste Frau Theotrada, die meist als Tochter des thüringischen Herzogs Theotbald angesehen wird (freilich auch – und m.E. eher - dessen Schwester gewesen sein könnte) und noch 716 zusammen mit ihrem Sohn Thuring als lebend bezeugt ist, gestorben war. Und nicht nur das: Thuring, der offenbar einzige Sohn aus dieser Ehe, lebte um diese Zeit sicher auch nicht mehr. Er wird, wenn er keines natürlichen Todes starb - wofür es aber keinerlei Hinweise gibt -, am ehesten 717 in der Schlacht von Vinc(h)y im Gau Cambrai gefallen sein, in welcher König Chilperich II. (715/6-721) und dessen neustrischer Hausmeier Raganfred von Karl Martell, dem illegitimen Sohn des austrasischen Hausmeiers Pippin (d. Mittleren) besiegt worden waren, wobei freilich nicht klar ist, auf wessen Seite Hetan II. in dieser Auseinandersetzung stand. Wenn es zutrifft, daß “der König“ an der Hochzeit Hetans II. teilnahm, wie die nur fragmentarisch überlieferte metrische Vita der hl. Bilihild berichtet, dann wird er auf der Seite der Merovinger bzw. ihrer neustrischen Hausmeier gestanden haben und damit ein Gegner Karl Martells gewesen sein, in dem er seinen natürlichen Rivalen gesehen haben muß. Demzufolge kämpfte das mainfränkische Aufgebot wohl auf der Seite des rechtmäßigen Königs - und verlor. Hetan II. führte seine Truppen bei dieser Gerlegenheit jedoch offenbar nicht selbst in die Schlacht, sondern beauftragte damit seinen Sohn Thuring, der schon in einer Urkunde des Jahres 704 bezeugt ist und daher im Jahr 717 jedenfalls alt genug dafür gewesen sein muß. Vielleicht hatte dieser auch selbst den Wunsch, sich militärisch zu bewähren, um sich seiner künftigen Führungsaufgaben würdig zu erweisen. Denn der Sohn aus einer legitimen Verbindung zwischen dem mainfränkischen Herzog und der thüringischen Fürstentochter Theotrada mit dem programmatischen Namen Thuring (!) sollte wohl auf geblütsrechtlicher Grundlage die von Hetan II. allem Anschein nach ins Auge gefaßte (Wieder-?)Vereinigung Mainfrankens mit Thüringen zuwegebringen. Doch mag Hetan – wie die Schenkung von Gütern in Innerthüringen an den hl. Willibrord zeigt (704)  außerdem auch einen eigenen Nachfolgeanspruch in Thüringen gehabt haben, der auf Eheverbindungen seiner Vorfahren mit dem thüringischen Herzogshaus zurückging.

Daß Hetan II. nach dem Tod seiner ersten Frau Theotrada und seines (mutmaßlich einzigen) Sohnes Thuring möglichst schnell wieder heiraten wollte, ist also nicht verwunderlich. Denn mit dem Tod Thurings waren seine Pläne für die zukünftige Entwicklung des mainfränkischen Herzogshauses zunächst gegenstandslos geworden. An erster Stelle muß bei ihm nunmehr der Wunsch gestanden haben, möglichst schnell wieder einen Erben zu bekommen, der seine Pläne doch noch Wirklichkeit werden lassen konnte. Da war es im Prinzip zunächst nicht entscheidend, wen er in zweiter Ehe heiratete. Er könnte eine Verbindung mit Bilihild zwar auch angestrebt haben, weil deren Familie mit dem thüringischen Herzogshaus verwandt war, doch läßt sich hier über Vermutungen nicht hinauskommen. Klar ist aber, daß der Tod Thurings Hetans II. Gegnern in Thüringen Auftrieb gegeben hat. Denn wie der Bericht der Vita Bonifatii des Bischofs Willibald von Eichstätt (doch doch!) über das "tyrannische" Regiment der Herzöge Theotbald und Hetans (II.) über die Thüringer nahelegt, gab es bei den thüringischen Großen eine starke Fraktion, die von einer Vereinigung Thüringens und Mainfrankens unter Hetan II. bzw. Thuring nichts wissen wollte. Vermutlich befürchtete sie, selbst an Macht einzubüßen bzw. eigene Ambitionen auf die Nachfolge im thüringischen Herzogtum - wohl ebenfalls auf Grund von Verwandtschaft - begraben zu müssen.

Hetan II. kann - wenn sich die Sache so abgespielt hat - von dem von Bilihilds Vater erbetenen zeitlichen Aufschub für die Heirat nicht besonders erbaut gewesen sein, doch starb Iberin bald nach Hetans erster Werbung, woraufhin dieser die Witwe umgehend mehr nötigte als bat, ihm Bilihild zur Frau zu geben, und diese mochte oder konnte sich dem mächtigen Freier nicht widersetzen. Wie die in Hexametern abgefaßte Vita der Heiligen berichtet, nahmen sogar König und Königin an den Feierlichkeiten anläßlich der Vermählung von Hetan und Bilihild teil. Der Wahrheitsgehalt dieser Nachricht ist schwer zu beurteilen. Möglicherweise handelt es sich um eine bloße Erfindung, um dem festlichen Ereignis zusätzlichen Glanz zu verleihen; vielleicht trifft diese Information aber doch zu und wäre dann (auch) als ein Ausdruck des Dankes dafür zu werten, daß Hetans Sohn aus erster Ehe in der Schlacht von Vinciacus sein Leben für den König gelassen hatte.

Im Anschluß an die Übergabe der Braut in "Hocheim" berichtet die metrische Vita, daß die Jungvermählten nach der Hochzeit nach Bamberg reisten, wo nochmals große Festlichkeiten stattfanden und die Stämme Frankens sie [Bilihild] und den Herzog feierten: "Babenberg veniunt, ubi multa iocalia fiunt, Frankorum gentes ipsamque Ducem recolentes". Wenn die "Stämme Frankens" Bilihild und den Herzog aber in Bamberg und nicht in Würzburg feierten, so ist das ein deutliches Indiz dafür, daß Hetan II.  zu unbekannter Zeit (wohl nach 704) seinen Hof nach Bamberg verlegt hatte, das im Vergleich zu Würzburg verkehrsmäßig deutlich günstiger zu Thüringen (und seinem Vorort Erfurt) lag, dessen Besitz das Fernziel von Hetans II. Politik offenbar war. Würzburg spielte demnach damals nur noch die Rolle einer Nebenresidenz, in der z.B. die ducissa Kunigunde lebte.

Die ganz nebenbei und offenbar ohne jede tiefere Absicht mitgeteilte Tatsache, daß im Anschluß an die nach Hochzeiten übliche “Heimfahrt“ auch in Bamberg Feierlichkeiten stattfanden, läßt dessen Nennung als völlig unverdächtig erscheinen und gibt keinen Raum für einen Fälschungsverdacht. Dem bis auf wenige Jahre genau zu bestimmenden Datum der Eheschließung entsprechend kann die Erstnennung Bambergs zu 718 (± 1) gestellt werden; sie liegt damit fast zwei Jahrhunderte vor der noch bis vor kurzem allein bekannten Erwähnung zu 902 und untermauert aus m.E. völlig unverdächtiger schriftlicher Quelle die Datierung der merovingerzeitlichen Funde im Bamberger Raum, darunter auf dem Bamberger Domberg. Sie alle deuten darauf hin, daß das Gebiet an Obermain und Regnitz wesentlich früher, als noch bis vor kurzem angenommen werden konnte, in -- wenngleich lockerer Form -- in das fränkische Reich der Merovinger einbezogen wurde.

Nicht lange, nachdem Bilihild sozusagen "programmgemäß" schwanger geworden war, wurde Hetan II. "vom König" (so die Quelle) zu einem Kriegszug aufgeboten, bei dem es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die auf 719 zu datierende Auseinandersetzung König Chilperichs II. und dessen Hausmeiers Raganfred (sowie des mit diesen verbündeten Herzogs Eudo von Aquitanien) mit Karl Martell handeln dürfte. Vor seiner Abreise erbat und erhielt Bilihild von ihrem Gatten die Erlaubnis, die Zeit seiner Abwesenheit bei ihrer Mutter im heimatlichen "Hocheim" zu verbringen. Doch wie schon 717 blieb Karl Martell auch im Verlauf dieses Feldzugs siegreich; er schlug seine Gegner bei Soissons und verfolgte Herzog Eudo bis an die Grenze von dessen Herrschaftsgebiet. Hetan II., der vermutlich auf Seiten des unterlegenen Königs gekämpft hatte, kehrte von diesem Kriegszug nicht lebend zurück, wodurch die schwangere Witwe praktisch schutzlos wurde und der zu befürchtenden Rache des Siegers ausgesetzt war. Hetans II. Tochter Immina (aus erster Ehe mit Theotrada) konnte ihr vermutlich nicht helfen; sie lebte schon längere Zeit als Äbtissin des ihr vom Vater eingerichteten Klösterchens auf oder unter dem heutigen Würzburger Marienberg. Nähere männliche Verwandte im Laienstand waren damals offenbar weder in ihrer eigenen noch in der Familie ihres Mannes vorhanden. Damit wurde die Zukunft Bilihilds und ihres ungeborenen Kindes eine höchst ungewisse, weshalb sie sich von "Hocheim" aus nach Mainz in den Schutz ihres Onkels mütterlicherseits, des Bischofs Rigibert von Mainz begab. Dort brachte sie den von ihrem gefallenen Gatten so sehnlich erwünschten Sohn zur Welt, der den Namen des Onkels erhielt, vermutlich weil dieser gleichzeitig als Taufpate fungierte und damit - zusätzlich zu seiner Rolle als Oheim der Witwe – zu ihrem und zum Schutz ihres Sohnes verpflichtet werden sollte.

Zu einem späteren, ungenannten Zeitpunkt ging Bilihild auf den Rat ihres Onkels hin nochmals nach "Hocheim", um auf den ererbten Gütern nach dem Rechten zu sehen. Sie mag schon damals den Plan gefaßt haben (oder ihr Onkel für sie!), auf Dauer in Mainz zu bleiben und dort ein der Gottesmutter geweihtes Frauenkloster zu gründen. Doch erst die Ordnung ihrer Vermögensangelegenheiten wird es ihr erlaubt haben, das Geschäft mit Bischof Rigibert in die Wege zu leiten, von dem die einzige - wenngleich nur in verfälschter Form erhaltene - von Bilihild ausgestellte Urkunde vom 22. April 734 berichtet. Dieser zufolge erwarb sie von ihrem bischöflichen Onkel ein Grundstück, das im westlichen Teil von Mainz an der Stadtmauer gelegen war, wofür sie diesem zwölf rote, goldverzierte Schilde und ebensoviel schwarze Pferde überließ. Diese uns Heutigen ziemlich exotisch erscheinenden Tauschobjekte hatte der Bischof sich von seiner Nichte vermutlich selbst erbeten, um sein Gefolge noch etwas prächtiger als nur "standesgemäß" ausstatten zu können.

Zum übergroßen Leidwesen der Mutter starb ihr postum geborener Sohn schon im zarten Alter von drei Jahren. Der kleine Tote wurde bestattet und erhielt verkleinerte Abzeichen der herzoglichen Würde mit ins Grab; ein deutliches Zeichen für die Hoffnungen, die sein gefallener Vater in ihn gesetzt hatte. Mit dem Tod des Kleinkindes starb das Herzogsgeschlecht im Mannesstamm auch de iure (ca. 722) aus, wenngleich das Ende des mainfränkischen Herzogtums de facto schon durch den Tod des wohl 719 gefallenen Hetan II. besiegelt war. Denn ob sich die Ansprüche von Bilihilds Sohn gegenüber einem Mann vom Format Karl Martells hätten durchsetzen lassen, ist doch sehr zu bezweifeln.

Nach dem Tod ihres Sohnes konzentrierte Bilihild ihre gesamte Energie auf die Errichtung des Klosters Alt(en)münster und wird ihr gesamtes restliches Vermögen dafür aufgewendet haben. Schon auf Grund der großen Entfernung von Mainz darf angenommen werden, daß die noch im hohen Mittelalter nachgewiesenen Altmünsterer Güter um Hettstadt und Margetshöchheim zur Erstausstattung des Klosters durch Bilihild gehörten. Freilich ist damit keineswegs gesagt, daß es sich um elterlichen Besitz handeln müßte, wovon Stamminger ausging. Da "Hocheim" mit Hochheim am Main zu identifizieren ist (wofür jedenfalls alles spricht), dürften diese Güter aus Hetans Familie stammen und entweder als Heiratsgut (dos) oder als Allodialgut durch den bloßen Erbfall nach dem Aussterben der Hedene im Mannesstamm an Bilihild gefallen sein. Ihre Pläne zur Gründung eines Klosters wurden offenbar dadurch behindert, daß ihr bischöflicher Onkel im Jahr 720 starb, und dessen Nachfolger Gerold - mit einiger Sicherheit ein Gefolgsmann Karl Martells und von diesem als Nachfolger Rigiberts in Mainz eingesetzt - stand ihren Absichten zumindest anfangs nicht gleichermaßen aufgeschlossen gegenüber. Denn sonst wäre die den Gründungsvorgang des Klosters abschließende Urkunde mit dem Bericht über den Erwerb des Grundstücks, die Bildung eines Nonnenkonvents und dessen Ausstattung mit Bilihilds Erbe sicher nicht erst 734 ausgestellt worden. Es ist auch sehr aufschlußreich, daß diese Urkunde zwar von dem Mainzer Bischof Gerold als erstem Zeugen nach der Ausstellerin und Stifterin gezeichnet, jedoch von einem Asmund auf Befehl seines Herrn, des Bischofs Rigibert (von Reims) verfaßt wurde. Dieser war – wie sein Name ausweist - wohl ein Verwandter des gleichnamigen Mainzer Bischofs und damit auch ein Verwandter Bilihilds. Er hatte sich 717 geweigert, Karl Martell im Kampf gegen den Merovingerkönig bzw. dessen Hausmeier zu unterstützen, war daher in Ungnade gefallen und abgesetzt worden. Rigiberts Bistum gab der Hausmeier an seinen Gefolgsmann Bischof Milo von Trier, doch führte Rigibert selbstverständlich auch nach seiner Absetzung noch den bischöflichen Titel, zumal der weltlich gesinnte Milo, der wohl nie die Bischofsweihe empfangen hat, ihm Amtshandlungen in und um Reims gestattete.

Aus der zweiten Lebenshälfte Bilihilds, das heißt als Vorsteherin des von ihr gegründeten Klosters ist nur wenig Konkretes bekannt. Ihre Lebensbeschreibungen beanspruchen für sie alle christlichen Tugenden, die für weibliche Heilige in Frage kommen. Hervorgehoben wird ihre Mildtätigkeit, es werden verschiedene Werke christlicher Nächstenliebe erwähnt, jedoch ohne konkrete Beispiele zu schildern. Erst in einer späteren Quelle wird berichtet, daß sie ein großes Stück Wiesenland, "der Bruch" genannt, gekauft und der Stadt Mainz zum allgemeinen Nutzen, nämlich als Viehweide für Arme und Reiche gleichermaßen geschenkt habe. Auch die Stiftung der Pfarrkirche St. Paul wird auf Bilihild zurückgeführt, was mit der Nachricht einer späteren Quelle zusammenhängen dürfte, daß Bilihild für die seelsorgliche Betreuung ihres Klosters Geistliche (sacerdotes) unter einem Propst anstellte, d.h. offenbar ein kleines Kanonikerstift gründete; ganz ähnlich wie dies für Oeren/Trier und für Kitzingen berichtet wird.

Nur ein merkwürdiges Detail wird in den Prosaviten ausführlicher geschildert, daß nämlich ihren Nonnen im Traum geoffenbart wurde, daß Bilihild - aus welchem Grund auch immer - ungetauft geblieben sei. Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte ist schwer zu beurteilen, doch klingt sie für sich schon zu merkwürdig, um völlig frei erfunden zu sein. Wenn etwas an den Nachrichten über eine angeblich versäumte Taufe nicht zutreffen kann, dann sicher, daß Bilihild in Würzburg Katechumenin geworden, die Taufe aber aus ungenannten Gründen nicht vollzogen worden war. Dies dürfte eher eine nachträglich "gefundene" Erklärung des Verfassers sein, der Bilihilds Leben irrtümlich in heidnische Zeiten verlegte. Als Katechumenin im strengen Sinn des Wortes dürfte ihr kaum entgangen sein, daß sie nicht getauft worden war. Es mag aber sein, daß wegen einer falsch gesprochenen Taufformel, eines unwürdigen Priesters oder ähnlicher Umstände Zweifel an der Gültigkeit ihrer Taufe aufgekommen waren; denn dies ist ein in dieser Zeit offenbar vieldiskutiertes Thema, das auch in der zeitgenössischen bonifatianischen Briefsammlung eine große Rolle spielt. Solche Zweifel mögen von dem Verfasser in die Geschichte der aus Fahrlässigkeit ungetauft gebliebenen Katechumenin eingekleidet worden sein. Da es aber ihre eigenen Nonnen waren, denen geoffenbart wurde, daß Bilihild noch nicht getauft sei, andererseits die Errichtung der für ein Kloster erforderlichen Gebäude und die Bildung eines Konvents sicher mehrere Jahre in Anspruch nahmen, wird erst einer von Rigiberts Nachfolgern oder - falls dieser, wie etwa Gerolds Sohn Gewilieb (738-747), nicht die entsprechenden Weihen besaß - ein von diesem beauftragter Chorbischof Bilihild erneut getauft haben.

Die Lebensbeschreibungen der Heiligen sagen leider nichts über das Alter, in dem Bilihild starb, wohl aber über ihr Ableben infolge einer unerträglichen Krankheit (importabili aegritudinis mole coacta) und über ihr Begräbnis. Danach strömten zu ihrer Beisetzung der gesamte Klerus, alle "frommen Frauen" und ein nicht geringer Teil der Mainzer Bevölkerung zusammen, die Bilihilds Geist unter Gebet und Tränen Gott empfahlen, ihren mit Essenzen behandelten Leib aber in der Kirche, die sie selbst erbaut hatte, der Erde übergaben. Zwar behaupten die Viten abschließend, daß sich an Bilihilds Grab Wunder ereignet hätten, nennen dafür aber kein einziges Beispiel, so daß diese Nachricht weitgehend topischen Charakter haben dürfte. Erst die spätere Legende berichtet, daß schon ihr Sterbebett "von himmlischem Glanze überstrahlt" wurde, daß an ihrem offenen Sarg "Mehrere von bösartigen Fiebern" genasen, zwei Blinde wieder sehend wurden und die Wunden eines "gefährlich Verbrannten" geheilt wurden.

Die Legende berichtet außerdem, daß Bilihild sich auch um die Ausstattung ihres Klosters mit Reliquien gesorgt habe. Die kostbarste davon war sicherlich das sog. Schweißtuch des Herrn (nicht zu verwechseln mit dem berühmten "Schweißtuch der Veronika"), das zu den Grabtüchern des Erlösers gehört hatte und bei der Bestattung Jesu auf dessen Kopf gelegt worden war (vgl. Joh. 20, 6-7). Tatsächlich scheint diese Reliquie, mit der Bilihild ihr Kloster beschenkt haben soll, eines der wenigen Zeugnisse aus der Zeit der Heiligen zu sein. Die eine Hälfte davon schenkte sie an den Mainzer Dom, die andere an ihr eigenes Kloster. Nach der Auflösung des Klosters Alt(en)münster zugunsten des Mainzer Universitätsfonds im Jahr 1781 wurde das Schweißtuch in einem Holzkästchen den Nonnen übergeben, die man auf die drei verbliebenen Zisterzienserinnenklöster in der Stadt verteilt hatte. Der im 18. Jahrhundert für diese Reliquie geschaffene Altar wurde in das benachbarte Weißfrauenkloster gebracht und nach dessen Säkularisierung 1802 von sieben Mainzer Bürgern ersteigert, die von der Universität Mainz auch den Schädel der hl. Bilihild kauften. Das Schweißtuch befindet sich heute in der Ostkrypta des Mainzer Doms in einem Reliquiar, das die Schweißtuchbruderschaft 1874 herstellen ließ.

Wie eine im Jahr 1991 vorgenommene anthropologische Untersuchung ergab, stammt das heute ebenfalls im Mainzer Dom als Reliquie der heiligen Bilihild aufbewahrte Schädelfragment von einem weiblichen Individuum, das ca. 60 Jahre alt wurde. Wenn Bilihild im Jahr 718 tatsächlich noch als junges Mädchen im Alter von 13-15 Jahren verheiratet wurde, müßte sie um 765 gestorben sein. Daß es sich bei der Reliquie "mit der größten Wahrscheinlichkeit" um den Schädel der Klostergründerin handelt, geht aus dem an einer Knochenprobe von 10 g mit der Radiokarbonmethode bestimmten konventionellen C14-Alter, aus dem sich das Jahr 730 ergibt, und dem nach der dendrochronologischen Korrektur kalibrierten Jahr 815 hervor. Es wird kaum auf Zufall beruhen, daß das ungefähre Todesjahr 765 bis auf sieben Jahre genau zwischen diesen beiden Werten liegt. Ihr Todestag ist der in zahlreichen Nekrologien überlieferte 27. November.

Während Bilihilds Verehrung als Heilige im Erzbistum Mainz schon für das 11. Jahrhundert gut bezeugt ist, wurden in ihrem angeblichen Heimatort Veitshöchheim erst im Jahr 1720 auf Initiative des damaligen Pfarrers und Konventualen des Würzburger Benediktinerklosters St. Stephan, P. Benedikt Spies, Maßnahmen ergriffen, um ihre Verehrung auch in Franken heimisch zu machen. Auf die Fürsprache des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn schickte die damalige Äbtissin des Klosters Altmünster, Maria Luitgardis Wilk, der katholischen Gemeinde Veitshöchheim 1722 eine Reliquie, die in eine Büste der hl. Bilihild eingeschlossen war, verbunden mit dem Privileg, daß aus Veitshöchheim gebürtige Jungfrauen, die den Schleier im Altmünster zu nehmen wünschten, bevorzugt aufgenommen werden sollten. Die feierliche Übertragung der Reliquie aus der romanischen Veitshöchheimer Martinskapelle auf dem Friedhof in die Pfarrkirche fand am Fest Mariä Opferung (21. November) 1722 statt. - Bildliche Darstellungen der Heiligen zeigen diese gewöhnlich in fürstlicher Kleidung, jedoch mit Äbtissinstab und Kirchenmodell. Häufig sind auch Darstellungen in der Art einer Schutzmantelmadonna, da Bilihild sich schon vor ihrer Amtszeit und erst recht als Äbtissin von Altmünster in vorbildlicher Weise der Armen und Kranken von Mainz angenommen haben soll.

 

 

Quellen und Literatur:

 

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